REDE unserer 1. Vorsitzenden Gisela Kieß

REDE unserer 1. Vorsitzenden Gisela Kieß anlässlich der Preisverleihung “Sterne des Sports” beim Herbstempfang der Volksbank Dreieich am 16.10.2018.

“Sehr geehrter Herr Schader, sehr geehrter Herr Prößer,

verehrte Gäste,

liebe Mitstreiter aus den Vereinen,

als Sieger des Vorjahreswettbewerbs „Sterne des Sports“ wurde ich als Vorsitzende unseres Vereins „Sportgemeinschaft Dietzenbach“ gebeten, ein paar Worte anlässlich des heutigen Herbstempfangs der Volksbank Dreieich zu sagen.

Nun gut, wie fange ich an? Klar, als erstes mal ein großes Dankeschön an die Initiatoren des Wettbewerbs!

Und dann? Auf der Suche nach einem möglichst geistreichen Zitat bin ich erst nach geraumer Zeit auf die Idee gekommen, das Motto zu nehmen unter dem unser preisgekröntes Boxprojekt steht:

TOUGH AIN´T ENOUGH – HART SEIN REICHT NICHT

(Wir haben übrigens mehrfach, aber erfolglos versucht eine gängige deutsche Übersetzung zu finden, die das Englische ersetzen könnte)

In diesem Sinne ist das Ziel des Projektes, das in einer Kooperation zwischen der Stadt Dietzenbach und der Sportgemeinschaft Dietzenbach gestemmt wird,

Gewaltprävention!

Jugendliche, die häufig allein wegen ihrer fremden Namen benachteiligt werden, haben es obendrein auch noch schwerer bei Bewerbungen u.ä. nur wegen ihrer Adresse, –  Dietzenbach eben – . Das darf nicht sein und dem wollen wir entgegen wirken.

Das Boxprojekt vermittelt den Teilnehmern soziale Kompetenzen, arbeitet an der Gruppenfähigkeit, fördert Leistungsbereitschaft und leistet Hilfestellung bei der Entwicklung tragfähiger Zukunftsperspektiven.

Das Preisgeld z.B. haben wir unter anderem benutzt, um besonders eifrigen Boxern eine Fahrt nach Hamburg zur Box-WM zu ermöglichen (einmal die Klitschkos, wenn auch nur von weitem, in Natura sehen!), das ganze mit Übernachtung in einem bescheidenen Hotel (für die Jungs, die kaum aus ihrem Wohnviertel rauskommen, das 1. Mal!). Sie können sich sicher vorstellen, dass auch so ein Erlebnis das Selbstwertgefühl stärkt, Zugehörigkeit vermittelt.

Und das ist, neben dem Sport und der Gesundheit, ein erklärtes Ziel unseres Vereins. Seit Jahren arbeiten wir daran. Zur Zeit erstellen wir ein Leitbild, das in der nächsten JMV abgestimmt wird. Ein Auszug daraus:

Wir fördern und wünschen uns aktive Mitbestimmung und Mitgestaltung auf der Grundlage von Respekt, Toleranz und Teilhabe.

Dazu passend gestalten wir unser Sportangebot:

  • Hauptbaustein dabei ist unser Kursangebot, das über die „SG-Card“ auch

Nichtmitgliedern offen steht.- Gezahlt wird nur bei Teilnahme –

  • Wir haben einen Jugendlichen in unserer Schachabteilung unterstützt (er war sogar mal deutscher Meister). Gedankt hat er es im Anschluss, indem er anderen Jugendlichen kostenfreies Training angeboten hat.
  • Einer jungen Frau aus Marokko haben wir ermöglicht als Übungsleiterin in geschütztem Raum Aerobic für Frauen anzubieten. Einige dieser Teilnehmerinnen wagen sich jetzt sogar in unsere vereinseigene Turnhalle.
  • Einer Sportlerin aus Weißrussland haben wir bei der Anerkennung ihrer Lizenzen geholfen, so dass auch sie uns jetzt als Übungsleiterin zur Verfügung steht.
  • Wir bieten wohnortnah Ballett für Kinder, das, verglichen mit professionellen Ballettschulen, bezahlbar ist.

Das ist nur eine kleine Auswahl aus unseren Initiativen, die es so oder so ähnlich sicher auch in vielen anderen Sportvereinen gibt. Nur bleibt diesen Vereinen neben dieser Arbeit kaum die Zeit, eine tolle Bewerbung daraus zu basteln. Wir hatten Glück:

  • ein großes, außergewöhnliches Projekt      und
  • einen hauptamtlichen, kompetenten Mitarbeiter, der sich Zeit für die Erstellung der Bewerbungsunterlagen nehmen konnte.

Dies sei nur ein kleiner Seitenhieb – NEIN – Entschuldigung – ein Hinweis an die Initiatoren des tollen Wettbewerbs „Sterne des Sports“, – ein Hinweis darauf, auch die kleinen Dinge mal zu sehen. (Ich hab´s sehr mit der Solidarität)

In diesem Sinne noch einmal herzlichen Dank an die Volksbank Dreieich,

an Thomas Paliocha, weil er uns zur Teilnahme gestumpt und unser Projekt befürwortet hat, an die Mitstreiter aus der Stadt Dietzenbach, die immer hinter dem Projekt gestanden haben und noch stehen und an die vielen Helfer in unserem Verein, der Sportgemeinschaft Dietzenbach 1945 e.V.”

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